Was kostet Weihnachten?

Wie nachhaltig kann das Fest der Liebe sein?

Pia Selina Damm
VON PIA SELINA DAMM
29. NOVEMBER 2016

Das Jahr klingt langsam aus… Der Dezember steht vor der Tür. Es ist Zeit für Reflexion und Besinnung. Viele Bräuche und vermeintliche ‚Normen‘ sind ansozialisiert und können hinterfragt werden. Das sollten sie sogar, wenn wir weiter auf diesem Planeten leben möchten. Welchen schöneren Anlass gibt es, als am „Fest der Liebe“ und dem neuen Jahr damit anzufangen?

Die Jahresendzeit und Zeit zwischen den Jahren können durchaus nachhaltiger gestaltet werden. Diese ruhige Zeit darf auch Reflexion des vergangenen sowie Visionssuche des kommenden Jahres sein. Hierzu kann die Frage „Wie stelle ich mir eine zukunftsfähige Gesellschaft von morgen vor?“ eine Hilfe sein.

Außerdem ist Weihnachten eine Zeit, in der Menschen friedlich und harmonisch zusammen kommen können – auch um an Ärmere und Unterdrückte zu denken. Es braucht nicht unbedingt große Aktionen oder Spenden. Durch das Reflektieren des eigenen Verhaltens, können wir umdenken. Eigene Handlungen nachhaltiger zu gestalten, ist am einfachsten und sehr wirkungsvoll, denn jede*r kann direkt damit beginnen!

Alternatives Feiern ist nicht nur möglich, sondern notwendig

An großen Festen steigert sich meist der Kaufrausch und damit auch das unhinterfragte Konsumieren. Welche Auswirkungen das hat, machen einige Zahlen deutlich:

  • 12 Milliarden Tiere werden pro Jahr für tierische Produkte getötet – allein in Deutschland. An großen Festen wie Weihnachten akkumuliert sich das Töten von Lebewesen.
  • 60% der in Deutschland getöteten Gänse (mehr als eine halbe Millionen) und Enten(25 Millionen) sterben im letzten Quartal des Jahres (Stichwort Martinsgans oder Weihnachtsbraten). Quelle.
  • etwa 30 Millionen Tannenbäume werden in Deutschland gezüchtet, verkauft, drei Tage bis zwei Wochen als Deko aufgestellt und entsorgt.
  • Für die zusätzliche Beleuchtung während der fünf Wochen Advent- und Weihnachtszeit braucht es vergleichsweise ein großes Kraftwerk, welches 500 Stunden ununterbrochen Strom „produziert“
  • Papierverschwendung & Müllproduktion durch große Mengen Geschenkpapier & verschenkte Billig-Produkte
  • 285€ gibt jede*r Deutsche durchschnittlich für Geschenke aus. Einige Menschen nehmen Schulden auf, um nicht ohne Geschenk da zu stehen.
  • Viele dieser Geschenke entsprechen keinen öko-sozialen Standards. Das heißt, dass sie unglaublich negative Auswirkungen auf die gesamte Mitwelt haben – katastrophale Arbeitsbedingungen, Wasserverschmutzung, …

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