Predigt von Paul Washer zum Thema: “Beharrlichkeit – Wachsen im Gebet!”

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Ich habe keine Angst davor, in meinem Gebetsleben Fehler zu begehen, denn ich diene einem Gott der Gnade. Hier aber in Hebräer 11:1 steht etwas Erstaunliches, nämlich: „Es ist aber der Glaube ein Beharren auf dem, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“ Nun, wie können wir das umsetzen? Wie können wir diese Zuversicht haben? Überzeugt von Tatsachen, die man nicht sieht? Es gibt nur einen Weg… das Wort Gottes.

Es ist jedes Mal sehr schwer für mich, an einen Ort wie diesen zu kommen. Ich passe hier nicht wirklich hin. Am wohlsten fühle ich mich im Busch, auf dem Missionsfeld. Ich meine das nicht als Beleidigung. Ich fühle mich eigentlich wohler in großen Gemeinden, die gefüllt sind mit Leuten, die sich im Namen Jesu versammelt haben, Ihn aber nicht wirklich kennen. Nun, ich bin heute hier, und… Bruder Riddle hat wahrscheinlich mehr vergessen, wie ich jemals gelernt habe. Einige von euch haben mehr Kenntnisse als ich. Ihr wisst mehr. Was kann ich euch erzählen?

Aber ich kann euch folgendes fragen: Wie viel habt ihr heute Morgen gebetet? Wie lange verweilt ihr jeden Tag vor dem Thron Gottes? Für mich ist da etwas beängstigendes an dieser reformierten, puritanischen, biblischen Ideologie der souveränen Gnade Gottes. Oh, ich liebe die Lehre. Wir erfreuen uns an der puritanischen Lehre, aber erfreuen wir uns ebenfalls an der puritanischen Frömmigkeit? Kennen wir die Erfahrungen eines David Brainerd? Haben wir die ganze Nacht ausgerufen, im Schnee, in den Wäldern, dass wir uns selbst prüfen im Bezug auf die Dinge, die erforderlich sind? Glauben wir eigentlich noch, dass die Gegenwart Gottes an einen Ort kommen kann und jeden Menschen erniedrigt? Kennen wir die Kraft des Heiligen Geistes? Kennen wir die Gegenwart Gottes in solch einer Weise, die uns sprichwörtlich zum AUSEINADERFALLEN bringt, und uns dann aber wieder zusammenfügt? Oh, liebe Geschwister, es muss so viel in der Welt getan werden, aber die Macht des Fleisches kann es nicht ausführen, und die Stärke des Verstandes kann nicht realisieren, was getan werden muss. Es liegt allein in der Macht des lebendigen Gottes, und ich verstehe nicht das Rätsel, ich kann den Grund nicht verteidigen, aber eines weiß ich, nämlich dass abgesehen vom Gebet, von einem BESTÄNDIGEN, ANDAUERNDEN, GLAUBENDEN GEBET wir trotz aller Lehre tot wie ein Türknauf sind.

Wie sehr brauche ich GOTT! Manchmal fühle ich mich so, als ob ich nicht atmen könnte, bis ich IHN habe! Einige von euch kennen das. Aber vielleicht habt ihr es auch vergessen. Ihr erinnert euch an die Zeiten, vor ihr in Seiner Gegenwart weiltet. Und ihr WUSSTET, dass Gott dort war, nicht nur wegen der Lehre, die euch sagte, dass Gott allgegenwärtig sei, sondern weil sich Gottes Anwesenheit bei euch in jenem Zimmer offenbarte. Sobald diese Erfahrung euer Leben berührt hat, so könnt ihr NICHT weiter ohne ihr leben! Ich spreche hier nicht von irgendwelchen charismatischen Erfahrungen. Ich spreche hier nicht über Dinge die euren Vätern (theologischen Vätern), die wir sehr lieben und ehren, fremd waren. Lest Jonathan Edwards. Lest David Brainerd. Meine Lieben, lest Charles Spurgeon. Lest John Flavel. Wir haben die Schrift, und wir sollten darin weise sein. Unser Volk geht zugrunde aus Unwissenheit, und ihr wisst das. Aber das Wissen an sich, in der Bibel, ist etwas übernatürliches, oder nicht? Wissen kommt nicht zwangsläufig durch eine Rangelei mit dem logischen Denken. Es kommt durch die Offenbarung Gottes, und das ist eine geistliche Angelegenheit! Unser Volk geht unter durch Unwissenheit. Sie brauchen Gottes Wort, aber sie brauchen den Geist Gottes, der es ihnen offenbart. Wir brauchen den GEIST GOTTES, der unsere Münder berührt, unsere Herzen und unser Leben, als Prediger und Pastoren. Wir können ohne dies NICHT leben! Oh, dass sich einige von euch doch selbst fortreißen würden und in die Wälder gehen, und eine Woche nicht zurückkommen würden! Dass ihr doch auf die Berge steigen würdet und Steine aufsammelt vom Boden und sie gen Himmel hochwerft und schreit: „ICH WERDE DIESEN RINGKAMPF NICHT AUFGEBEN, BIS DU MEIN LEBEN BERÜHRST! BIS DU MICH VERÄNDERST! BIS DA IRGENDWAS VON G O T T IN MIR IST !!!“ Ich bin der Worte so müde. Die Worte sind zwar kostbar, aber OHNE DEN GEIST GOTTES sind sie NICHTS! Oh, IHN doch zu kennen!

Geschwister, Manchmal habe ich scherzhaft gesagt, dass wenn die Zeugen Jehovas an meine Tür klopfen und sie sagen: „Wir sind Zeugen Jehovas“, ich dann die Tür aufmache und sage: „Nun, kommt herein, denn ich bin auch einer!“ Und ich lasse sie für ca. 10 Minuten reden und sage anschließend: „Ihr seid keine Zeugen für Jehova. Ihr LÜGT über Jehova.“ Nun, wieso tue ich das auf diese Art? Weil ich einen Mann vor vielen, vielen Jahren habe sagen hören: „Ich werde keinem Kult erlauben, weder meinen Namen von mir zu rauben, noch mein Erbe. Und… noch werde ich zulassen, dass TV Prediger und Evangelisten,- viele von ihnen sind Ketzer und gehören Bewegungen an,- den Heiligen Geist von mir stehlen. Ich werde keine Angst vor ihnen haben. Ich werde weder mein Erbteil, noch meine Stellung als Mann Gottes verwerfen weil andere Leute falsch vom Geist Gottes und Seiner Kraft in ihrem Leben bezeugen. Das werde ich NICHT!“

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