Die Vollstrecker der biblischen Prophetie

Auch auf der Dollar-Note findet sich ein Symbol der Endzeit-Visionisten. Ein jeder mag zu den Endzeit-Visionen der Offenbarung im Neuen Testament oder zu Daniel im Alten Testament stehen, wie er will; man mag an die biblischen Prophetien glauben oder nicht, meinen, daß die Welt in einer fernen apokalyptischen Endzeit durchaus vernichtet werden könnte – es gibt bestimmte Kreise, die sich mit was möglich wäre und sein könnte nicht zufrieden geben.

Diese Kreise fühlen sich berufen, die biblischen Prophetien als „Fahrplan“ zum Armageddon umzusetzen, sie warten nicht auf irgendein göttliches Einwirken zu irgendeinem Zeitpunkt. Sie wollen dieses Armageddon erleben, jetzt und zwar schnell! Sie selbst glauben, daß sie in dieser apokalyptischen Zeit verschont bleiben.

Bis ins späte Mittelalter suchte die reale säkuläre Politik unter Juden und Christen in der Bibel tiefere Erkenntnis zum Verstehen des göttlichen Willens und seines Wirkens, also eine eher kontemplative Form der Betrachtung. Auch heute gibt es noch Gruppen, die sehr stark auf die Vergangenheit gerichtet sind, also eher fundamentalistische Ideologien wie etwa dem Islam.

Neben diesen Gruppen gibt es aber auch messianistische Kreise, die in Erwartung einer nicht allzu fernen Zukunft leben, sie sind sehr stark mit der Apokalypse und der Prophetie der Bibel verbunden. Drei dieser messianistischen Kreise haben einen starken Einfluss auf die gegenwärtige Politik des Westens. Wolfgang Eggert hat sich eingehend mit diesen gefährlichen mystischen Kreisen befasst.

Für den Historiker Eggert (siehe video) beginnt die okkulte Ausrichtung auf die Politik seitens der ältesten dieser Gruppen etwa im Jahr 1492/93, zu der Zeit, in der das Judentum aus Spanien vertrieben wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt waren im Judentum göttliche Nachrichten, von denen sie in der Thora lasen, innerlich bewältigt – so war dies ab 1492, als die Juden aus Spanien vertrieben wurden, anders. Die Vertreibung war für sie ein apokalyptisches Geschehen, und was sie in der Kabbala dazu fanden, wurde für diese Juden zu einem aktiven politischen Ansporn. In dem Moment hat das kabbalistische – das okkulte Judentum – gemeint, einen Auftrag zu haben, die Prophetien, die man in der Bibel gelesen hatte, in die Tat umzusetzen. Sie befassten sich mit geheimen verschlüsselten Botschaften der Bibel, die sie aus der Kabbala ableiten konnten. Diese Geheimlehre vermittelt eine zweite Botschaft, die unterhalb der von jedem wahrnehmbaren Bibelbotschaft liegt. Sie nehmen durch Verschlüsselungs- und Entschlüsselungssyste

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