Die Konstantinische Schenkung – 315 | Zahlen schreiben Geschichte | ARTE

ARTE blickt in einer Zeitreise zurück auf die großen Daten der Weltgeschichte.

In dieser Folge: Die Konstantinische Schenkung ist vielleicht das bekannteste, auf jeden Fall aber das folgenschwerste Dokument, das uns aus dem Mittelalter überliefert ist. Es handelt sich dabei um eine etwa auf das Jahr 800 datierte, gefälschte Urkunde.

Sie wurde angeblich in den Jahren 315/317 vom römischen Kaiser Konstantin I. ausgestellt. Darin wird Papst Silvester I. und seinen sämtlichen Nachfolgern eine auf geistliche Belange gerichtete, jedoch zugleich politisch wirksame Oberherrschaft über Rom, Italien, die gesamte Westhälfte des Römischen Reiches, aber auch das gesamte Erdenrund mittels Schenkung übertragen.

Sie legitimierte so den weltlichen Herrschaftsanspruch der Päpste und machte den Kirchenstaat zu einer bedeutenden Territorialmacht – bis der Humanist Lorenzo Valla die Urkunde 1440 als Fälschung enttarnte und damit einen der größten Skandale der Weltgeschichte auslöste.

Dokureihe, Regie: Denis van Waerebeke (F 2019, 27 Min)

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