Die sieben Gemeinden in Offenbarung 2 und 3

Die sieben Gemeinden in Offenbarung 2 und 3 zeigen nicht nur historische Gemeinden, sondern auch geistliche Zustände bis zur Wiederkunft Jesu Christi. Auffällig ist: Zu Ephesus und Smyrna spricht der Herr nicht davon, dass er wiederkommt. Diese Gemeinden stehen für frühere Zeitabschnitte der Christenheit und existieren heute nicht mehr in dieser Form.
Ab Pergamos jedoch spricht Jesus immer wieder von seinem Kommen: Pergamos, Thyatira, Sardis, Philadelphia und Laodizea reichen prophetisch bis in die Endzeit hinein. Besonders deutlich wird das in Thyatira: „…bis ich komme“ (Offenbarung 2,25). Diese Gemeinden beziehungsweise ihre geistlichen Zustände finden wir bis heute.
Philadelphia ist die einzige Gemeinde, der der Herr eine besondere Verheißung gibt: „Ich werde auch dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird“ (Offenbarung 3,10). Das weist auf die Entrückung der treuen, wiedergeborenen Gläubigen hin. Philadelphia hält am Wort Gottes fest und verleugnet den Namen Jesu nicht.
Die anderen endzeitlichen Gemeinden enthalten Vermischung, falsche Lehren oder geistlichen Tod. In Pergamos gab es die Lehre Bileams, in Thyatira die Verführung durch Isebel, Sardis hatte den Namen zu leben und war doch tot, und Laodizea war lau und selbstzufrieden. Dennoch hat der Herr in diesen Gemeinden immer einen Überrest. Diejenigen, die die falschen Lehren nicht annehmen und wirklich zu Jesus Christus gehören, werden ebenfalls entrückt. Die übrigen Namenschristen gehen in die Drangsalszeit hinein und stehen dann vor der Entscheidung, ob sie dem Antichristen folgen oder das Malzeichen ablehnen und Jesus Christus treu bleiben.