Es gibt nur einen Weg zum großen Schatz!

„Der große Moment war gekommen. Die Schatzkarte wurde auf dem Tisch ausgebreitet. Und tatsächlich: Tief im Inneren der Insel war die Stelle markiert, an der der sagenhafte Schatz vergraben sein musste. Doch die leuchtenden Augen verdunkelten sich. Der Weg zum Schatz schien eng, steil und gefährlich zu sein. Gemurmel ging durch den Raum. „Gibt’s da eigentlich Geländer?“ „Da müssten wir ja erst mal trainieren.“ „Das kann man doch niemand zumuten.“ Erste grundlegende Zweifel wurden formuliert: „Man kann doch so eine alte Schatzkarte nicht einfach auf heute übertragen!“ „Mir kann doch keiner erzählen, dass es nur EINEN Weg zum Schatz geben soll!“ Dann wurde die Kritik grundsätzlicher: „Mit unseren heutigen Möglichkeiten finden wir sicher einen besseren Weg.“ „Und vielleicht ja auch ein besseres Ziel!” „Eben! Wer definiert überhaupt, was ein Schatz ist? Schöne Strände sind doch auch ein großer Schatz, oder?“ „Solange es ein schöner Weg ist, ist doch auch alles gut!” Jetzt waren sich alle einig: Diese Karte konnten sie unmöglich einfach so als Reiseroute verwenden. Stifte wurden gezückt. Doch bevor jemand etwas auf die Karte zeichnen konnte schlug Fred auf den Tisch. „Glaubt ihr ernsthaft, dass ihr den Weg besser kennt als der, der den Schatz vergraben hat? Lasst mir bloß die Schatzkarte in Ruhe! Ich gehe diesen Weg. Ich finde den Schatz. Ihr dürft euch solange gerne um schöne Wege und Strände kümmern. Dafür braucht ihr die Karte nicht. Im Internet gibt es Pläne ohne Ende.“ Mit diesen Worten nahm er die Karte und ging, um sich auf den Weg zu machen.“

Dr. Markus Till von dem Blog „Aufatmen in Gottes Gegenwart“

Quelle

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